Aktuelles aus der Wollspinnerei Blunck

11. Januar 2023

Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) besuchte die Wollspinnerei

Besonders historisch interessierte Gäste waren am 11. Januar 2023 in der Wollspinnerei zu Gast. Die Mitglieder des Ortskuratorium Lübeck der DSD hatten sich das einmalige Industriedenkmal für diesen Tag als Ziel ausgesucht. Mit dabei dessen Leiter Dipl.-Ing. Johannes Schindler und Dr. Ivalu Vesely, die die Jugendbauhütte Lübeck leitet. Beide zählen zu den langjährigen Unterstützern des Projektes Museum Wollspinnerei Blunck.

 

Vorstandsmitglied Friedrich-Georg Blunk führte die Besucher wie immer mit fachkundigen Erläuterungen eineinhalb Stunden durch die ehemaligen Produktionsräume. Unterstützt wurde er dabei vom Vorsitzenden des Fördervereins Stephan Reuß und dessen Vorgänger Thomas Krüger. Auf besonderen Eindruck stießen bei der Gruppe die teilweise über 100 Jahre alten Maschinen sowie das Engagement des Fördervereins für deren Pflege und anstehender Restaurierung.

 

Nach der gelungenen Führung fand sich der Teilnehmerkreis zu Kaffee und hausgebackenen Kuchen im Café-Restaurant Spindel in den alten Geschäftsräumen der einstigen Wollspinnerei zusammen.  Hier tauschte man sich über die gewonnenen Eindrücke, denkmalpflegerische Fragen und weitere Informationen aus, wie z.B. über den Tag des offenen Denkmals 2023.

Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) besuchte die Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


10. Januar 2023

Deckel drauf!

Die Voraussetzungen sind gut - fast wolkenloser Himmel, kein Regen, Temperaturen im mittleren einstelligen Bereich und die Sonne ist gerade dabei ihr morgendlich rotes Licht über der Stadt und der Wollspinnerei leuchten zu lassen.

 

Um 8.10 Uhr ist der Hubsteigerwagen der Fa. Marutz Bedachungen im Hof der Wollspinnerei vorgefahren und wurde anschließend vom Juniorchef und einem weiteren Handwerker auf dem Untergrund mit seinen seitlich ausgefahrenen Hydraulikarmen abgestützt. 

 

Beladen mit zwei Personen und einem feuerverzinkten Metalldeckel schwebt der Korb Hubsteigerwagens anschließend bis an die Kante des 12 Meter hohen Schornsteins des ehemaligen Kesselhauses. Dort wird von den Fachleuten mit Schrauben und Distanzhülsen der zum Schutz vor Nässe erforderliche Deckel auf dem Rand des Schornsteins im Mauerwerk fest verankert.

 

Damit Luft weiter zirkulieren kann ist der Deckel so angebracht, dass ein ausreichender Spalt zwischen Mauerwerk und Deckel verbleibt, um die Trocknung des Bauwerks zukünftig zu gewährleisten bzw. keine zusätzliche Niederschlagsfeuchtigkeit, Regen oder Schnee, eindringen zu lassen.

 

Zum Einsatz kommen laut des Unternehmens Schrauben mit Klebstoff, die 25 cm tief im Mauerwerk des Schornsteins verankert eine festelastische Verbindung garantieren. Am Bindemittel und dessen temperaturabhängige Verarbeitungsfähigkeit war eine erste Deckelanbringung im Dezember 2022 auf Grund der frostigen Temperaturen seitens des Handwerksbetriebes abgesagt worden.

 

Nun ist der Deckel drauf und ein weiterer Schritt hin zur Sanierung der Wollspinnerei getan!

 

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Deckel auf Schornstein Wollspinnerei Blunk
Foto: Jeske


20. Dezember 2022

Förderverein Wollspinnerei Blunck dankt Kreis und Stadt

Investive Fördermittel wurden in die Haushalte für 2023 eingestellt

„Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns über diese Unterstützung. Das ist gelebte Verantwortung für die Kultur und Bewahrung eines einzigartigen Denkmals in der Region“, so Stephan Reuß, neuer Vorsitzender des Fördervereins über die Entscheidungen des Segeberger Kreistages und der Stadtvertretung von Bad Segeberg in deren letzten Sitzungen im Jahr 2022.

 

Einstimmig votierten die Mitglieder des Kreistages und die Stadtverordneten, nach vorheriger Beratung der vom Verein gestellten Anträge in den entsprechenden Gremien, das Museumsprojekt Wollspinnerei Blunck mit investiven Mitteln von 80.000 € und 8.000 € zu fördern.

 

Der Schwerpunkt liegt bei der Mitfinanzierung der insgesamt 400.000 € umfassenden Vorhabens der Restauration eines Teils der über 100 Jahre alten historischen Maschinen, die später zu Vorführzwecken zeitweise wieder in Betrieb genommen werden sollen. Hierfür liegt bereits auch schon die Zusage des Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages über weiter 200.000 € aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XI des Bundes vor.

 

Ein weiterer Antrag über 70.000 € ist derzeit in der Bearbeitung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Im neuen Jahr will der Förderverein dann auch mit dem Land über die restliche Finanzierung sprechen.

 

Stephan Reuß: „Die bislang unserem Projekt gewährte Aufmerksamkeit und Unterstützung stimmt uns zuversichtlich auch in neuem Jahr, zielstrebig und verantwortungsbewusst für dessen Realisierung zu arbeiten.“

Investive Fördermittel wurden in die Haushalte für 2023 eingestellt Förderverein Wollspinnerei Blunck dankt Kreis und Stadt
Das mechanische Herz der Spinnmaschine von hinten betrachtet; Foto: Jeske


5. Dezember 2022

Führungswechsel im Förderverein Wollspinnerei Blunck

Stephan Reuß aus Weede ist neuer Vorsitzender

Seit dem 1. Dezember ist Stephan Reuß neuer Vorsitzender des Fördervereins Wollspinnerei Blunck e.V.. Der 66-jährige ehemalige Arztberater war bis Sommer des letzten Jahres bei der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein in Bad Segeberg tätig und arbeitete zuvor fast 20 Jahre als niedergelassener Kinderarzt in der Kreisstadt.

 

Mit der Übernahme der neuen Aufgabe folgt Stephan Reuß dem bisherigen Vorsitzenden Thomas Krüger, der aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat zum 30.11.22 zurückgab. Thomas Krüger: „Als ich diese spannende Aufgabe 2018 übernahm, war mein vorrangiges Ziel, möglichst bald die ehemalige Wollspinnerei Blunck mit einer Sanierung nachhaltig zu bewahren und mittelfristig zu einem Museum zu entwickeln. Dem sind wir seit 2020 Schritt für Schritt erheblich nähergekommen. Das war eine erfolgreiche Zeit, wofür ich dem Vorstand und der Vielzahl der Unterstützer sehr dankbar bin. Aber man muss auch erkennen, wenn die eigene Gesundheit dir Signale gibt, dass sie geschont werden will. Gleichwohl bleibe ich dem Verein als aktives Mitglied erhalten.“

 

Weiterhin engagiert mit an Bord sein wird auch Stadthistoriker Axel Winkler, der sich jedoch aus dem Vorstand zurückzieht, da sich erhebliche Terminkollisionen mit anderen ehrenamtlichen Aktivitäten ergeben haben.

 

Der neue Vorsitzende Stephan Reuß ist bereits seit dem Sommer 2022 Finanzvorstand des Fördervereins. Entsprechend dessen Satzung wählte der Vorstand ihn nun einstimmig für die verbleibende Amtszeit bis Mitte 2024 zum neuen Vorsitzenden. Stephan Reuß: „Ich möchte mit meinem Engagement der Gesellschaft etwas zurückgeben für das, was ich in meinem bisherigen Leben erhalten habe. Die ehemalige Wollspinnerei mit ihren historischen Maschinen als klein-industrielles Denkmal zu erhalten, reizt und begeistert mich daher sehr. Wir danken Thomas Krüger sehr für seinen bisherigen Einsatz. Ich freue mich darauf mit dem Vorstandsteam nun in seinem Sinne die Arbeit fortzusetzen. Die Einreichung des Bauantrages und die Erarbeitung einer Museumskonzeption stehen jetzt im Vordergrund. Und dann hoffen wir im Sommer 2023 mit der Sanierung beginnen zu können.“

Führungswechsel im Förderverein Wollspinnerei Blunck Stephan Reuß aus Weede ist neuer Vorsitzender
Foto: Jeske


15. November 2022

Wollspinnerei kann saniert werden – 200.000 € für „arbeitendes Museum“ bewilligt

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Der Artikel der Segeberger Zeitung vom 21.07.2022 steht Ihnen zum Download zur Verfügung.
15.11.22 SZ Wollspinnerei.pdf
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10. November 2022

Haushaltsausschuss zu Projekt Museum Wollspinnerei Blunck:

Berliner Beschluss unterstützt Maschinenrestaurierung mit 200.000 €

„Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht, die wir mit Dankbarkeit aufnehmen. Einerseits kommt diese Entscheidung der Denkmalpflege in Schleswig-Holstein zugute und andererseits ist sie weitere Motivation für unser ehrenamtlichen Engagement“, so Anne-Katrin John, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Wollspinnerei Blunck.


Am Vormittag hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages positiv den Antrag des Fördervereins vom Juli dieses Jahr entschieden, die notwendige Maschinenrestaurierung aus dem Denkmalschutzsonderprogramm XI mit 200.000 € zu fördern. Die entsprechende Information kam über Bettina Hagedorn, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein und stellvertretende Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und den SPD-Bundestagsabgeordneten Bengt Bergt nach Bad Segeberg. Frau Hagedorn hatte sich auch bereits für das anstehende bauliche Sanierungsvorhaben in der 1852 gegründeten, ehemaligen Wollspinnerei eingesetzt, die seit 2003 unter Denkmalschutz steht.


Ziel der Maschinenrestaurierung mit einem Gesamtvolumen von 400.000 € ist die Wiederinstandsetzung und Konservierung der wesentlichen Maschinen, um sie vor einem weiteren Verfall zu schützen, sie als zentrale Bestandteile des Industriedenkmals zu bewahren und für spätere, zeitweise Vorführungen wieder in Betrieb nehmen zu können. In enger Abstimmung mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hatte das „Restaurierungsatelier Pohlmann“, (Potsdam) hierzu einen Auftrag im Mai 2022 zur Kostenschätzung erhalten. Von der Peter-Fülling-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden die hierfür entstanden Kosten mit knapp 33.500 € unterstützt.
Ergänzend zur Entscheidung des Haushaltsausschusses, 50% der Gesamtmaßnahme zu finanzieren, muss der Förderverein die andere Hälfte durch weitere Unterstützer nachweisen. Hierzu hatte bereits der Segeberger Kreistag in seiner letzten Sitzung entschieden, das Vorhaben mit 80.000 € zu fördern. An die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurde inzwischen ein Antrag über 70.000 € gestellt und weitere Förderersuchen an das Land sowie die Stadt Bad Segeberg sind in Arbeit.


Ziel des Fördervereins ist es, das einmalige, komplett erhaltene Gebäudeensemble und die Produktionslinien mit ihren teilweise über 90 Jahre alten, eindrucksvollen Maschinen zu bewahren und durch die Entwicklung eines Museums für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aus heutiger Sicht denkt man an dessen Eröffnung zu Ostern 2025

Berliner Beschluss unterstützt Maschinenrestaurierung mit 200.000 € Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


9. November 2022

Förderverein nimmt Inklusion ernst:Vertreter von Organisationen für Menschen mit Behinderungen zu Gast

Im Projekt Museum Wollspinnerei Blunck wird das Thema Inklusion ernst genommen.

 

So fanden bereits Treffen zwischen den Behindertenbeauftragten der Stadt Bad Segeberg, Marianne Böttcher, und des Kreises Segeberg, Jutta Altenhöner mit dem Architekten Joachim Wegener und Vorstandsmitgliedern des Fördervereins statt, um deren Rat und Einschätzungen in die laufenden Planungen einzubeziehen.

 

Zu einer Begehung von Teilen des 170 Jahre alten Industriedenkmals am 9.11.22 waren diesmal Vertreterinnen und Vertretern von Verbändern bzw. Organisationen aus Bad Segeberg eingeladen, die für die Rechte von Menschen mit Behinderungen eintreten. Dazu gehörten von der Lebenshilfe Bad Segeberg und Umgebung gGmbH Geschäftsführerin Sylvia Johannsen, Elisabeth Krug sowie zwei weitere „Experten in eigener Sache“, Elisabeth Krug, die stv. Landes- und Ortsverbandsvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Bad Segeberg, Kirsten Grundmann und sowie Christopher Wein, Einrichtungsleitung der von Segeberger Wohn- und Werkstätten, die auch das Café - Restaurant Spindel bewirtschaften.

 

Während des 90-minütigen Treffens gab es einen vor dem Hintergrund der historisch und technisch bedingten engen, baulichen Verhältnisse einen regen Informationsaustausch sowie wichtige Hinweise und Ratschläge der Gäste. Dabei wurden u.a. folgende wichtige Aspekte angesprochen: Rollstuhlgerechte Wegeführungen, kleinere Führungsgruppen bei Besuchern mit Rollstuhl sowie die Schaffung von Möglichkeiten möglichst viel von den Räumlichkeiten befahrbar zu machen, die Sicherung der Teilhabe für mobil Beeinträchtigte und Hörbehinderte mit Hilfe neuer digitaler Technologien (Virtual-Reality-Brillen) und Kopfhörern, die Schaffung von Möglichkeiten die Atmosphäre der ehemaligen Arbeitswelt auch mit Tast- und Geruchssinn, gerade für blinde und sehbehinderte Menschen erfahrbar zu machen, mobile Sicherheitseinrichtungen für den Vorführbetrieb sowie weitere Anregungen über die man im Austausch bleiben will.

 

Ebenso kam die Idee auf, anstelle des jetzt bereits bestehenden, aber zu engen Behinderten-WC ein neues „Euro-Schlüssel“ behindertengerechtes WC zu bauen. Dieses Schließsystem hat sich inzwischen in Deutschland und Teilen Europas durchgesetzt. Es ermöglicht Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen mit einem Einheitsschlüssel selbständig und kostenlos das Aufsuchen von WC-Anlagen, die behindertengerecht sind. Derzeit gibt es in Bad Segeberg nur zwei dieser Einrichtungen, wobei bislang im Stadtteil mit der Kurhausstraße ein Defizit besteht. 

 

Der „Euro-Schlüssel“ macht im Übrigen auch ein erleichtertes Reisen für Menschen mit Behinderungen möglich, da er inzwischen in 12.000 Schlösser von WC-Anlagen an Autobahnen, in Bahnhöfen, in Fußgängerzonen, Museen und Behörden passt. Deshalb wird auch dieser Gedanke eines „Euroschlüssel-WC“ in die weiteren Überlegungen Eingang finden.

Vertreter von Organisationen für Menschen mit Behinderungen zu Gast Wollspinnerei Blunck
Vertreter von Organisationen für Menschen mit Behinderungen zu Gast


3. November 2022

Lichterfest in der Bad Segeberger Kurhausstraße:

Beim Lichterfest in der Kurhausstraße in Bad Segeberg am 3. November gehörten auch das Café – Restaurant Spindel dessen Beschäftigte mit und ohne Behinderung zum Kreis der Aktiven. Ebenso wirkten engagierte Mitglieder des Fördervereins Wollspinnerei Blunck mit.  

 

Nach 2 Jahren Corona-bedingter Pause konnten die Organisatoren der Veranstaltung auf gut 30 Anmeldungen von Geschäften und Mittelständler verweisen. Mehr als zuvor. So schien es auch ebenso bei der überraschenden Anzahl der vielen Besucher zu sein. Nach und nach nahm ab 17 Uhr das rege Treiben auf der „Flaniermeile“ unter einer wohltuenden Atmosphäre von unzähligen Kerzenlichtern zu. Bis 21 Uhr hatten die Geschäfte geöffnet und zogen mit besonderen Aktivitäten und Angeboten sowie Kultur und Kulinarik an. An aufgestellten Bänken und Tischen wurden den Bad Segebergern sowie den Umlandbürgern der Jahreszeit entsprechende Getränke und Speisen angeboten. Guten Zuspruch fand dabei das Zelt vom Café – Restaurant Spindel. Hier hatte die Küche deftigen Rübenmus mit Kohlwurst zubereitet. Wer wollte, konnte danach zwischen einem Apfelpunsch ohne oder mit Calvados wählen. Derweil verteilten Mitglieder des Fördervereins im Eingangsfoyer der Spindel ein Mini-Kerzenset als „Kleines Lichterfest“, offerierten die neuen „Wollspinnerei-Kalender“ von Beate Jeske und kamen mit vielen Besuchern auch über das laufende Museumsprojekt ins Gespräch.

 

Klönen, Kennenlernen und Kontaktepflegen stand eindeutig im Mittel des Events auf dessen Fortsetzung in 2023 man nur hoffen kann.

 

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Lichterfest in der Kurhausstraße Wollspinnerei Blunck
Fotos: Jeske


12. Oktober 2022

Fotokalender 2023 der Wollspinnerei Blunck

Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es jetzt die neuen, hochwertigen Fotokalender der Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg für das Jahr 2023. Erhältlich sind Wandkalender im Hochformat A3, Tischkalender zum Aufstellen in 14 x 14 cm oder große Panoramakalender im Format 32 x 62 cm.

 

Angeboten werden die Kalender ab Dienstag, 18.10.2022 in den Segeberger Buchhandlungen Das Druckwerk und Das Buch am Markt, wo auch eine Postkartenbox mit 20 Motiven zu erwerben ist. Die Preise liegen zwischen 15 und 49 Euro.

 

30% des Verkaufserlöses gehen als Spende an den Förderverein Wollspinnerei Blunck e. V.

 

Die Fotodesignerin Beate Jeske wird die Wollspinnerei Blunck in den kommenden Jahren weiterhin fotografisch auf dem Weg zum Museum begleiten. Neben den oben genannten Kalendern können großformatige Fotografien auf Leinwand und gerahmte Fotos im Passepartout bei jeske.foto.grafik@gmx.de bestellt werden.

Fotokalender Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


5. Oktober 2022

Einstimmige Entscheidung des Segeberger Kreistages

Investive Förderung für die Wollspinnerei Blunck

„Mit Freude und Dankbarkeit haben wir die Entscheidung des Segeberger Kreistages in seiner Sitzung am 29. September 2022 zu unserem Förderantrag aufgenommen. Das bringt uns erneut ein gutes Stück weiter“, so Thomas Krüger, Vorsitzender des Fördervereins Wollspinnerei Blunck. Einstimmig votierten die anwesenden 53 Mitglieder für eine Förderbetrag von 80.000 €.

 

Im Beschlussvorlagentext heißt es: „Für den Antrag des Fördervereins Wollspinnerei Blunck e.V. vom 30.06.2022 zur investiven Förderung der Maschineninstandsetzung und –konservierung wird eine Fördersumme in Höhe von 80.000 EUR, gemäß den Grundsätzen für die Förderung von Kunst und Kultur im Kreis Segeberg (max. 20% von 400.000 EUR) beschlossen. Dieser Betrag wird in den Haushalt 2023 eingestellt. Maßgeblich für den konkreten Förderbetrag ist die Sicherstellung des eingereichten Finanzierungsplanes. Die Beschlussfassung erfolgt insofern vorbehaltlich der abschließenden Prüfung durch die Verwaltung, ebenso zur Prüfung der Mittelverwendung und evtl. Rückforderung.“

 

Zuvor hatten sich der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport und der Hauptausschuss des Kreistages in ihren beiden Sitzungen am 20. und 27.9.2022 ebenso einmütig dafür ausgesprochen. 

 

Thomas Krüger: „Diese Einigkeit ist für uns ein gutes Zeichen, wenn es dann auch im Dezember um die entsprechende Umsetzung in der Haushaltsaufstellung des Kreistages für 2023 geht.“ Weitere Anträge zur finanziellen Unterstützung der beabsichtigten Maßnahme hat der Förderverein ebenso zum Denkmalschutz-Sonderprogramm XI an die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien in Berlin, an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gestellt. Ein Antrag an das Land Schleswig-Holstein soll folgen.

Investive Förderung für die Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


22. September 2022

Zufriedener Rückblick auf den Tag des offenen Denkmals

1852, 200, 170, 30, 11 und 7, das sind die Zahlen, die sich mit dem diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ auf dem Gelände der Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg verbinden. Zufrieden zeigte sich der Vorstand des Fördervereins in einem Rückblick mit dem regen Zuspruch, den das einzigartige Ensemble des 1852 gegründeten Familienunternehmens am 11.9.1922 beim 30-jährigen Jubiläum, dieses von der Stiftung Deutscher Denkmalschutz ins Leben gerufenen Aktionstages, fand.

 

Knapp 200 Besucher*innen folgten der Einladung zum Spinnen, Basteln und Weben sowie zur Besichtigung der eindrucksvollen Produktionsstätte, die in diesem Jahr auf ihre 170jährige Geschichte zurückblicken konnte.

 

Im Rahmen des gut vorbereiteten Programmangebotes fanden aufgrund der starken Nachfrage, statt der ursprünglich 3 geplanten Führungen bis zum Nachmittag insgesamt 7 geführte Besichtigungen statt, die von Friedrich-Georg Blunk, Karsten Lütt, Thomas Krüger, Lutz Klockgether und Stephan Reuß durchgeführt wurden.

 

Am Infostand beantworteten Anne-Katrin John und Bettina Pelke die Fragen der interessierten Gäste und daneben luden Heike Mathiebe am Spinnrad die „Großen“ und Karola Buthmann an der Bastelstation die „Kleinen“ zum Mitspinnen und Werkeln mit Wolle ein. Beate Jeske präsentierte ihre künstlerischen Fotos von Objekten der Wollspinnerei sowie deren Wiedergabe in ihrer neuen Ausgabe von eindrucksvollen Kalendern für das Jahr 2023. Unterstützt wurde sie dabei von Andrea Fischer.

 

Die Beschäftigten des für seinen hervorragenden Service und seiner guten Küche bekannten Café-Restaurant Spindel boten schmackhafte Gerichte und hausgebackene Kuchen an. Betrieben wird die Gastronomie von den Segeberger Wohn- und Werkstätten, die gleichzeitig in einem Pavillonzelt Produkte vorstellten, die in ihren Werkstätten von Menschen mit und ohne Behinderungen hergestellt wurden.

 

Vereinsvorsitzender Thomas Krüger: „Der rege Besuch sowie das spürbare Interesse an der einstigen kleinindustriellen Fertigungsstätte mit ihren, teilweise über 100 Jahre alten Maschinen, hat uns nicht nur große Freude bereitet, sondern uns ebenso bestätigt, dass wir mit unserem Museumsprojekt auf dem richtigen Weg sind. Im kommenden Jahr sind wir auf jeden Fall wieder beim Tag des offenen Denkmals mit dabei!“

 

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Wollspinnerei Blunck Tag des offenen Denkmals
Foto: Franz Thönnes

Fotos: Beate Jeske und Franz Thönnes


07. September 2022

Tag des Offenen Denkmals am 11. September 2022:

Förderverein lädt zum Besuch der Wollspinnerei Blunck ein

Zum 30. Geburtstag des Tages des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist der Förderverein der Wollspinnerei Blunck wieder mit dabei. Vereinsvorsitzender Thomas Krüger: „Das ist eine ausgezeichnete Möglichkeit das einzigartige Ensemble der 1852 gegründeten Wollspinnerei, die seit 2003 unter Denkmalschutz steht, der Öffentlichkeit mit einem kleinen Beiprogramm zu präsentieren. Und da machen wir natürlich mit.“

 

Seit 2008 arbeiten die Mitglieder des Fördervereins daran, die ehemalige Wollspinnerei zu einem „lebendigen“ Museum zu entwickeln. Sie stellt als Unikat eines kleinindustriellen Betriebes des 19. Jahrhunderts ein besonderes, attraktives Kleinod in der Bad Segeberger Innenstadt dar. Ihre teilweise über 100 Jahre alten Maschinen üben immer wieder eine ganz besondere Anziehungskraft und Faszination aus. Nirgendwo im Norden Deutschlands kann man dieses Zusammenwirken von einstigem Wohnen – Leben – Arbeiten/Produktion – wie in diesem ehemaligen Familienunternehmen, das bis Anfang der 2010er Jahre noch im Betrieb war, erfahren. So haben die Inhaber auf dem Gelände in der Kurhausstr. 38 gewohnt sowie gearbeitet und der Betrieb war in einen regionalen Wirtschaftskreislauf „vom Schaf zur Wolle“ eingebunden. Die Produkte, wie Pullover, Socken und weitere Erzeugnisse wurden zu einem Teil noch im eigenen Ladengeschäft verkauft oder gegen die angelieferte Rohwolle von Landwirten, eingetauscht.

 

Heute werden in den einstigen Verkaufsräumen im stilvollen Café-Restaurant Spindel der Segeberger Wohn- und Werkstätten, leckere Gerichte und hausgebackene Kuchen aus regionalen Produkten angeboten. Das wird auch so am Sonntag, den 11. September in der Zeit von 11.00 – 16.00 Uhr mit einem verkleinerten Angebot sowie mit Kaffee und Leckereien so sein. Ebenfalls finden in dieser Zeit um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr kostenlose Führungen durch die Wollspinnerei mit bis zu 12 Personen statt. Bei regem Zuspruch sind dazwischen auch weitere begleitete Gruppenbesuche möglich.

 

Unter dem Motto „Spinnen, Basteln, Weben“ wird parallel ein kleines Programm für „Groß und Klein“ angeboten. Neben einem Infostand über die Wollspinnerei und die Fortschritte des Museumsprojektes ist eine Ausstellung mit eindrucksvollen, künstlerischen Fotos der Diplom-Designerin Beate Jeske aus Weede zu bewundern. Gleichzeitig präsentiert sie nach der erfolgreichen Aktion zur Jahreswende 2021/2022 nun ihren neuen Kalender für 2023. Das ehemalige Vorstandsmitglied Heike Mathiebe stellt als Handspinnerin ihr Handwerk vor. Und für die Kleinen gibt es unter Anleitung Bastelangebote mit Wolle. So können kleine Schafe, ein Webrahmen oder Mini-Zwerge gefertigt werden.

 

Wollspinnerei Blunck, Kurhausstr. 38, Bad Segeberg, Sonntag, 11.9.2022, 11.00 – 16.00 Uhr.

Tag des Offenen Denkmals am 11. September 2022: Wollspinnerei Blunck
Foto: SHBT_photocompany


04. September 2022

Förderverein Wollspinnerei Blunck war beim Großen Segeberger Seefest am 02.09.2022 mit dabei

Als sich am letzten Sonntag an Bad Segebergs traditioneller Flaniermeile, der Seepromenade, eine Vielzahl von Vereinen und Initiativen mit ihren Informationen und Mit-Mach-Angeboten präsentierten, war dort auch der Förderverein Wollspinnerei Blunck mit aktiven Mitgliedern vertreten. Sie informierten über das laufende Museumsprojekt und luden zum aktiven „mitspinnen“ bei diesem Vorhaben ein. Ebenso wurde für Führungen durch die historische Wollspinnerei am Tag des „Offenen Denkmals“ am Sonntag, den 11.9.2022 geworben.

 

„Dass wir als das angehende Industriemuseum Bad Segebergs mit dabei waren, wenn die Stadt und ihre engagierten Bürgerinnen und Bürger sich vorstellen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit, so Vereinsvorsitzender Thomas Krüger. Belohnt wurde der ehrenamtliche Einsatz an diesem Sonntag durch viele Interessenten, die den gemeinsamen Pavillon von Förderverein, dem Museum Segeberger Bürgerhaus sowie dem Förderkreis Kulturforum Flath, zum Gespräch aufsuchten. Anziehend wirkte dabei auch die attraktive Standgestaltung durch die eindrucksvollen Fotos aus der Wollspinnerei vom Fördervereinsmitglied Beate Jeske (Grafik-Designerin), die gleichzeitig auch ihre neuen Fotokalender für 2023 mit Szenen aus dem 170 Jahre alten ehemaligen familiengeführten Industriebetrieb vorstellte.

Fotos: Jeske

Förderverein Wollspinnerei Blunck war beim Großen Segeberger Seefest am 2.9.2022 mit dabei
Foto: Jeske


29. August 2022

Erfolgreicher Workshop des Fördervereins zum Narrativ für das Museumsprojekt

„Diese Zusammenkunft mit ihren vielen Beiträgen hat sich sehr gelohnt“, so das Fazit von Thomas Krüger, dem Vorsitzenden des Fördervereins Wollspinnerei Blunck. Vier Stunden hatten die Mitglieder des Vorstandes sowie Projekt-Botschafter Franz Thönnes in der JugendAkademie Segeberg am 22. August unter der Moderation von Frau Dr. Karen David (Kunsthistorikerin) aus Eutin über das Narrativ (die sinnstiftende Erzählung) des geplanten „lebendigen“ Museums Wollspinnerei Blunck über ihre Ideen und Einschätzungen beraten.

 

In dem hier kurz zusammengefassten Ergebnis soll ein inhaltlicher Schwerpunkt das baulich gewachsene und relativ gut erhaltene Ensemble der historischen Gebäude der ehemaligen Wollspinnerei sein, das die Funktionsbereiche Wohnen, Leben und Produktion/Arbeiten umfasst.

 

Eine weitere Konzentration wird bei der Familiengeschichte liegen, in die, je nach Möglichkeit auch die ehemals Beschäftigten mit einbezogen werden. Die Familie Blunck hat seit Gründung der Wollspinnerei 1852 und dem stetigen Ausbau ihres vor-/frühindustriellen Betriebs eine Sonderrolle innerhalb des Segeberger städtischen Gewerbespektrums inne.

 

Der wichtigste Baustein im Narrativ ist die vollständig erhaltene Produktionslinie von der Rohwolle bis zum Zwirn – zeitweise bis zur Weberei. Die Maschinen werden zu Vorführzwecken im Betrieb zu erleben sein. Gerade hier steht das Erlebnis mit allen Sinnen im Mittelpunkt: Geräusche, Gerüche, und Haptik durch das Ertasten der Qualitäten von Wolle.

 

Die Trias des baulichen Ensembles, der prägenden Unternehmerfamilie sowie vor allem der noch immer funktionsfähigen, an ihrem Ort verbliebenen Maschinen des gesamten Produktionsprozesses von der Wolle zum Zwirn ist einzigartig und herausragend.

Erfolgreicher Workshop des Fördervereins zum Narrativ für das Museumsprojekt Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske
Erfolgreicher Workshop des Fördervereins zum Narrativ für das Museumsprojekt Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


18. August 2022

Deutsche Stiftung Denkmalschutz – Tag des offenen Denkmals 2022

Projekt Museum Wollspinnerei Blunck ist Bestandteil des Begleitmagazins

 

Große Freude besteht beim Förderverein Wollspinnerei Blunck über die starke Aufmerksamkeit, die die Aktivitäten in Bad Segeberg bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn haben. So wird im bundesweit verteilten Begleitmagazin der Stiftung anlässlich des „Tag des offenen Denkmals 2022“ neben anderen Denkmalen auch dem engagierten Museumsprojekt in der Kurhausstr. 38 eine ganze Seite gewidmet.

 

Selbstverständlich beteiligt sich der Förderverein mit seinen ehrenamtlich Aktiven auch in diesem Jahr, am Sonntag, den 11.9.2022 in der Kreisstadt mit einem Angebot an interessierte Besucher*innen am „Tag des offenen Denkmals 2022“. Mehr darüber in Kürze auf dieser Website.

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Der Artikel aus dem Begleitmagazin steht Ihnen zum Download zur Verfügung.
220624_BegleitMagazin_ToffD-2022_Unsere
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21. Juli 2022

Spinnerei-Sanierung kann beginnen

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Der Artikel der Segeberger Zeitung vom 21.07.2022 steht Ihnen zum Download zur Verfügung.
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12. Juli 2022

Mitgliederversammlung 2022 Förderverein Wollspinnerei Blunck

Beifall für positive Entwicklung – Satzung erneuert – Vorstand erweitert

Turnusgemäß fand am Mittwoch, den 06.07.2022 die ordentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg statt. Neben den Jahresberichten, der Entlastung des Vorstandes, einer Aktualisierung der Satzung und Wahlen zum auf neun Mitglieder erweiterten Vorstand, standen auch Anträge zu den Mitgliedsbeiträgen sowie zur Bildung von Rücklagen auf der Tagesordnung.

Vereinsvorsitzender Thomas Krüger konnte 23 Mitglieder sowie als Gäste Andrea Fischer (Kulturkontor Bad Segeberg), Mareike Werz (Kultur- und Tourismusmanagerin der Stadt Bad Segeberg) sowie Christopher Wein (Segeberger Wohn- und Werkstätten) in der JugendAkademie Segeberg in der Kreisstadt begrüßen. Unter Bezugnahme auf die Segeberger Wohn- und Werkstätten, die das „Café Restaurant Spindel“ in der ehemaligen Wollspinnerei betreiben, betonte er, dass nicht nur das gemeinsame Mietverhältnis verbinde, sondern ebenso die Einbeziehung der „Spindel“ in die museale Konzeptionierung. Unter Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden Anne-Katrin John trugen er und Schatzmeister Friedrich-Georg Blunk ihren Jahresbericht 2021 mit Informationen zu 2022 sowie die Kassenberichte zu 2019, 2020 und 2021 vor.

 

Da allen Mitgliedern der Geschäftsbericht für das Jahr 2021 mit einer Übersicht der bisherigen Aktivitäten des Jahres 2022 vorlag, beschränkte sich Thomas Krüger in seinen mündlichen Ausführungen auf den erfreulichen Fortschritt des Projektes „Museum Wollspinnerei Blunck“ und die erfolgreiche Fördermitteleinwerbung im Jahre 2021. Nochmals dankte er dem Bund, dem Land, dem Kreis, den Förderern und Stiftungen für ihre Unterstützungen, die dazu beigetragen haben, dass für die 1. Stufe der Sanierung die Gesamtfinanzierung in Höhe von 1,2 Mio. € gesichert ist. In den Dank schloss er ebenso die SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Staatssekretärin Bettina Hagedorn aus Ostholstein, Inke-Studt-Jürs für die Homepage-Überarbeitung und -betreuung, die Foto- und Grafikdesignerin Beate Jeske, Franz Thönnes als Projekt-Botschafter, Bernhard Jacobsohn als Projekt-Manager sowie Torsten Ewers als beratenden Architekten ein, die immer wieder ihre Kompetenzen wirksam in das Museumsprojekt einbringen. Auch der Vorstand sei mit einer zunehmenden Zahl von Zusammenkünften und digitaler Treffen stark gefordert worden, um den baulichen Sanierungs- und weiteren Planungsprozess zu beraten. Für dieses ehrenamtliche Engagement sei gleichfalls zu danken.

 

In den letzten Wochen, so der Vorsitzende, sei hier noch der Prozess der Vorbereitungen für die notwendige Maschinensanierung hinzugekommen. Ebenso sei eine Museumskonzeptzion zu erstellen und deren Umsetzung zu planen. Für diese weiteren wichtigen Projektabschnitte würden im Laufe des Herbstes die notwendigen Anträge für weitere Förderungen erarbeitet. Mit dem Architekten, Joachim Wegener aus Neustadt, sei geplant den Bauantrag für die Sanierungsarbeiten voraussichtlich im Spätsommer einzureichen. Der Beginn der Sanierungsarbeiten selbst, ist dann für das Frühjahr 2023 beabsichtigt. Die Museumseröffnung sei vor dem Hintergrund der Förderkonditionen und der einzelnen Zeitabläufe, die sich jetzt herausgestellt hätten, nun für Ostern 2025 vorgesehen.

 

Schatzmeister Friedrich-Georg Blunk sowie Vereinsmitglied und Steuerberater Thomas Jürs erläuterten der Mitgliederversammlung die wirtschaftlichen Daten. Dabei konnte auf eine sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung in den letzten dreieinhalb Jahren von 29 auf 51 verwiesen werden. Auch gebe die Finanzlage des Fördervereins keinen Anlass zur Sorge, bleibe jedoch angesichts des umfangreichen Projektvorhabens herausfordernd und sei selbstverständlich auch künftig Anlass zur Ausgabendisziplin und zur weiteren Verbesserung der Einnahmen. Die Mitglieder nahmen die vorgetragenen Berichte zustimmend und mit Beifall für die geleisteten Aktivitäten zur Kenntnis. Ebenso entlasteten sie einstimmig den Vorstand, auf Antrag der Kassenprüfer, nach deren positiven Berichten.

 

Der vom Vorstand vorgelegte Satzungsänderungsantrag wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Wesentliche Veränderungen nach der ersten Satzung aus dem Jahr 2008 war eine zeitlich notwendige Anpassung, die Reduzierung der Wahlperiode von 4 auf 2 Jahren, die Erhöhung der Zahl der Vorstandsmitglieder von bis zu 8 auf bis zu 9 und einige textliche Konkretisierungen.

 

Entsprechend des Vorstandsvorschlages wurde unter Leitung des Vereinsmitgliedes Jens Lichte folgender neuer Vorstand gewählt: Thomas Krüger (Vorsitzender), Anne-Katrin-John (stellvertretende Vorsitzende), Stephan Reuß (Finanzvorstand), Karola Buthmann (Verwaltungsvorstand) sowie als Fachvorstandsmitglieder Friedrich-Georg Blunk, Lutz Klockgeter, Karsten Lütt, Joachim Wilken-Kebeck und Axel Winkler.

 

Einstimmig angenommen wurden die beiden Anträge auf Anpassung des Mindestbeitragssätze für Einzelmitglieder von 25,- € auf 35,- €/Jahr und für juristische Personen von 50,- € auf 100,- €/Jahr sowie zur Bildung von Rücklagen.

 

Thomas Krüger: „Mit der starken Unterstützung unserer Mitglieder sowie einem neuen, hochmotivierten Führungsteam können wir nun gestärkt die vor uns liegenden Herausforderungen für unser Projekt „Museum Wollspinnerei“ Blunck mit großer Zuversicht angehen.“

Der neue Vorstand mit dem Projektbotschafter Franz Thönnes – v.l.n.r.: Axel Winkler, Stephan Reuß, Anne-Katrin John, Lutz Klockgeter, Joachim Wilken-Kebeck, Friedrich-Georg Blunk, Thomas Krüger, Karsten Lück, Karola Buthmann und Franz Thönnes

Der neue Vorstand mit dem Projektbotschafter Franz Thönnes – v.l.n.r.: Axel Winkler, Stephan Reuß, Anne-Katrin John, Lutz Klockgeter, Joachim Wilken-Kebeck, Friedrich-Georg Blunk, Thomas Krüger, Karsten Lütt, Karola Buthmann und Franz Thönnes (Foto: Jeske)

Mitgliederversammlung 2022 Wollspinnerei Blunck
Der bisherige Vorstand mit Versammlungsleiterin (1. Teil) Anne-Katrin John (Foto: Jeske)
Wollspinnerei Blunck Mitgliederversammlung 2022
Vorsitzender Thomas Krüger trägt den Jahresbericht 2021 mit Informationen zu 2022 vor. (Foto: Jeske)
Mitgliederversammlung Wollspinnerei Blunck
Schatzmeister Friedrich-Georg Blunk bei den wirtschaftlichen Jahresberichten 2019, 2020 und 2021 (Foto: Jeske)
Mitgliederversammlung Wollspinnerei Blunck
Vereinsmitglied und Steuerberater Thomas Jürs bei der Erläuterung der Kassenberichte und der Vermögensaufstellung (Foto: Jeske)
Mitgliederversammlung Wollspinnerei Blunck
v.l.n.r. Projekt-Botschafter Franz Thönnes und Versammlungsleiter (2. Teil) Jens Lichte (Foto: Jeske)


1. Juli 2022

Wie war es damals? - Zeitzeuginnen-Treffen im Café-Restaurant Spindel

Vier ehemalige Mitarbeiterinnen der Wollspinnerei Blunck folgten vor wenigen Wochen der Einladung des Vereinsvorstandes zu einem „Zeitzeuginnen-Treffen“ ins Café-Restaurant „Spindel“. Sie alle waren einst im Woll- und Textilgeschäft der Wollspinnerei Blunck als Verkäuferinnen beschäftigt gewesen. Einige bereits in den 1950er Jahren.

 

Für das Projekt „Museum Wollspinnerei Blunck“ ist es, neben vielen anderen Aufgaben der Bewahrung des historischen Erbes und der verantwortlichen Archivarbeiten, natürlich auch von Bedeutung, etwas über die damalige Unternehmenskultur, die Arbeitsbedingungen sowie den Zusammenhalt der Beschäftigten untereinander festzuhalten.

 

Natürlich gab es in einer aufgelockerten Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen und zu erinnern. Wie wurde man z.B. damals eingestellt? So wurde beispielhaft berichtet, dass der Chef zum Gespräch bat und fragte, ob die Bewerberin „freundlich“ sei. Selbstverständlich wurde das bejaht. Daraufhin zog der alte Herr Blunck ein Bonbon aus der Hosentasche, reichte es der jungen Frau und sagte kurz: „Du bist eingestellt“. Papiere oder Zeugnisse ließ er sich nicht zeigen.

Eine andere erzählte Anekdote stammte von Inventurarbeiten im Geschäft. So wurde eine Kollegin vom Familienunternehmer kurz und knapp gebeten, „die Stecknadeln“ zu zählen. Diese verstand den Arbeitsauftrag sehr wörtlich und fing an jede Nadel einzeln zu zählen, Als dies auffiel, wurde nach kurzer Zeit der Auftrag mit dem Hinweis „die Kartons mit Stricknadeln“ präzisiert und die Beschäftigte von der „selbst gewählten“ Strapaze erlöst.

v.l.n.r. Frau Otto, Frau Hoensch, Frau Modrow, Herr Blunk, Frau Pagel und Frau John (Foto: Jeske)
v.l.n.r. Frau Otto, Frau Hoensch, Frau Modrow, Herr Blunk, Frau Pagel und Frau John (Foto: Jeske)

Ein weiteres „Döntje“ berichtete von zwei Mitarbeiterinnen, die eine eher klein gewachsen und die andere mit einer großen Statur. So ließ sich die Erstere gerne mit der Größeren in zusammen in derselben Schicht einsetzen. Dies erleichterte ihr einerseits die Aufgabe aus den höheren Fächern der Regale Materialen zu erhalten, in dem sie ihre größere Kollegin bat ihr behilflich zu sein, was gleichzeitig auch ihrer Höhenangst beim Arbeiten auf der Leiter hilfreich entgegenwirkte. Ein schöner Ausdruck für den damaligen Zusammenhalt unter den Kolleginnen.

 

Diese drei Beispiele waren nur ein kleiner Ausschnitt aus den Berichten über die damalige Zeit in der Wollspinnerei Blunck, die nun auch neben anderen Informationen Eingang in das Archiv finden. Abgerundet wurde das amüsante Eintauchen in die Geschichte der damaligen Arbeitswelt mit dem Betrachten von alten Fotografien aus dem einzigartigen Segeberger Familienunternehmen, die die stellvertretende Vereinsvorsitzende Anne-Katrin John mitgebracht hatte.

 

Interessiert ist der Förderverein weiterhin an noch vorhandenen, geschichtlichen Erfahrungen und Erlebnissen von Bürger*innen aus der Segeberger Region zur Wollspinnerei Blunck, die gerne an die Kontaktadressen der Homepage weitergeleitet werden können.

Wie war es damals? - Zeitzeuginnen-Treffen im Café-Restaurant Spindel Wollspinnerei Blunck
v.i.n.r.: Frau Otto, Frau Hoensch, Frau John und Frau Modrow (Foto: Jeske)
Wie war es damals? - Zeitzeuginnen-Treffen im Café-Restaurant Spindel Wollspinnerei Blunck
v.l.n.r. Frau Modrow, Frau Hoensch, Frau Pagel und Frau Otto (Foto: Jeske)


16. Juni 2022

3D High-Tech-Arbeiten vor der Maschinensanierung

Die Planungsarbeiten für die Restaurierung und Wiederinbetriebnahme der historischen, teilweise über 100 Jahre alten Wollverarbeitungsmaschinen haben bereits im Mai 2022 in der Wollspinnerei Blunck mit moderner 3D Scan-Technik begonnen. Durchgeführt werden sie von den Firmen Restaurierungsatelier Pohlmann, Potsdam (pohlmann-restaurierung.de) und 3D Padelt GmbH, Strausberg (3dpadelt.de). Als Grundlage für intensive Untersuchungen sollen dazu Zeichnungen dienen, deren Erstellung zunächst mit der Laser- und Fotoerfassung der Maschinen begann.

 

In den hiermit erzeugten 3D Modellen und Zeichnungen sollen in der Restaurierungsplanung Veränderungen in der Oberfläche der Maschinen auf der einen Seite, als auch mechanischer Verschleiß und mögliche neuralgische Punkte für die Wiederinbetriebnahme auf der anderen Seite verzeichnet werden. Diese Arbeiten dienen der Erstellung einer Kostenschätzung für die vorzunehmende Sanierung eines Teils der Maschinen, um diese im späteren, geplanten Museumsbetrieb zeitweise vorzuführen, um so in Teilen, spannende Eindrücke des ehemaligen Fertigungsprozesses erfahrbar zu machen. Unterstützt wird der aktuelle Projektabschnitt dankenswerterweise von der treuhänderischen Peter Fülling-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die ergänzend zur laufenden Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine Fördersumme in Höhe von bis zu 38.000,00 Euro bereit stellen. Die entstehenden Zeichnungen können ebenfalls für den späteren Betrieb in Form von Schmierplänen und Teil von Bedienungsanweisungen dienen.“

 

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3D Scan-Arbeiten am Krempel Wollspinnerei Blunck
3D Scan-Arbeiten am Krempel, Foto: Thönnes

Fotos: Thönnes


31. Mai 2022

Behindertenbeauftragte des Kreises Segeberg zu Besuch beim Museumsprojekt

Fast zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind schwerbehindert und eine Vielzahl von weiteren Menschen hat eine individuelle Beeinträchtigung. So ist es für den Vorstand des Fördervereins Wollspinnerei Blunck eine Selbstverständlichkeit diese Realität bei der anstehenden Sanierungs- und Museumsplanung miteinzubeziehen.

 

Auf Einladung der Vereinsführung besuche daher Ende Mai 2022 Jutta Altenhöner, Behindertenbeauftragte des Kreises Segeberg, das Museumsprojekt. Hier erläuterte Architekt Joachim Wegener (WEGENER ARCHITEKTEN BDA, Neustadt) ihr den Stand der bisherigen Sanierungsplanung die Mitte des Jahres Eingang in den Bauantrag finden soll sowie angedachte Gruppenführungswege und bat sie gleichzeitig um eine Bewertung aus ihrer Sicht.

 

Dem Förderverein ist die Bedeutung des Themas „Inklusion“ kein Fremdwort. Bereits in den vorausgegangen Workshops des Projektes spielte dies immer wieder eine Rolle. Hinzu kommt, dass seit dem Jahr 2012 eine enge Kooperation mit den Segeberger Wohn- und Werkstätten des Landevereins der Inneren Mission besteht, die das „Café – Restaurant Spindel“ im Vorderhaus der ehemaligen Unternehmens betreibt. Hier verwöhnen Menschen mit und ohne Behinderung die Gäste mit feinen und herzhaften Gerichten aus der regionalen Küche. So ist auch beim späteren Betrieb als Museum beabsichtigt, die Zusammenarbeit mit der Inneren Mission durch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, in Arbeitsbereiche des Museums, dort wo dies möglich ist, auszubauen.

 

Bei den jetzigen Schritten der Sanierung geht es aber auch schon um das Spannungsfeld zwischen dem Anspruch der Barrierefreiheit und den aus der Zeit der vergangenen zwei Jahrhunderte bestehenden, baulichen sehr engen Raum- und Rahmenbedingungen in der ehemaligen Spinnerei, die seit 2003 unter Denkmalschutz steht. So wird man den heutigen Ansprüchen bei Neu- oder Umbauten an barrierefreies Planen und Bauen nur sehr schwer gegenüber gerecht werden können. Und dennoch ist das Bestreben vorhanden, so viel wie möglich der beabsichtigten Dauerausstellung mit den faszinierenden Maschinen auch für Menschen mit Behinderungen erlebbar und erfahrbar zu machen. Dazu gehört auch die Einbeziehung der neuen Technologien der Digitalisierung in der Museumswelt. Die Bewertungen und Anregungen von Frau Altenhöner waren für den Architekten Joachim Wegener sehr wertvoll und werden bei den weiteren Planungsarbeiten sowie der Museumskonzeption eine wichtige Rolle spielen. Auch soll noch einmal mit weiteren Fach-Organisationen, wie z.B. die Lebenshilfe, dem Sozialverband Deutschland und der Innere Mission gesprochen werden.

Behindertenbeauftragte des Kreises Segeberg zu Besuch beim Museumsprojekt Museum Wollspinnerei Blunck
v.l.nr. Jutta Altenhöner (Behindertenbeauftragte), Barbara von Campe (Kulturerbe & Baukulturvermittlung), Friedrich-Georg Blunk und Joachim Wegener (Architekt)


10. Mai 2022

Weitere erfreuliche finanzielle Unterstützung für das Projekt Museum Wollspinnerei Blunck

Bereits am 26. April 2022 hat der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Kreises Segeberg einstimmig beschlossen, die Erstellung eines Museumskonzeptes für die Wollspinnerei Blunck mit 3.000,- € zu fördern. Hinzu kommen 1.000,- € von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein sowie 2.000 € als Eigenanteil des Fördervereins.

 

Am 6. Mai 2022 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Bonn) den Vorstand des Fördervereins darüber informiert, dass die treuhänderische Peter Fülling-Stiftung in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ergänzend zur laufenden Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine Fördersumme in Höhe von bis zu 38.000,00 Euro bereit stellen wird. Diese Summe steht kommt der Kostenschätzung für die Restauration der teilweise über 90 Jahre alten, eindrucksvollen Maschinen der Wollspinnerei zugute.

 

Der Vorstand des Fördervereins bedankt sich bei den Förderern für ihr Vertrauen in das Museumsvorhaben in Bad Segeberg und die damit verbundene Unterstützung, die erheblich zum weiteren Projektfortschritt beitragen wird.

 

Das Museumskonzept wird von Frau Barbara von Campe, Dipl.-Ing., Kulturerbe & Baukulturvermittlung (Flintbek) erstellt. Die anstehende Kostenschätzung für die Restaurationsarbeiten erfolgt durch Herrn Florian Pohlmann, Restaurator (M.A.) Kunst- u. Kulturgut aus Metall, Baudenkmalpflege, Technisches Kulturgut (Potsdam). Herr Florian Pohlmann, einst selbst „Jugendbauhüttler“ und Herr Peter Fülling begleiteten bereits im März 2022 das Seminar der Jugendbauhütte Lübeck mit 21 Jugendlichen im Rahmen ihres freiwilligen Jahres (Spezialisierung „Denkmalpflege“) in der Wollspinnerei Blunck.

finanzielle Unterstützung für das Projekt Museum Wollspinnerei Blunck
Foto: Jeske


04. Mai 2022

Wollspinnerei Blunck nun auch Bestandteil der Image-Kampagne „binn‘ mittendrin“ Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V.

Erfreut zeigt sich der Vorstand des Fördervereins Wollspinnerei Blunck, dass seit April 2022 nun auch für das einzigartige Kulturerbe mit seinen über 90 Jahren alten Maschinen als eindrucksvolles Zeitzeugnis aus den Anfängen der Industrialisierung auf der Website von Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V. (SHBT) in Kooperation mit der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg geworben wird. 

Für viele ist Schleswig-Holstein das Land mit den zwei Meeren. Dazwischen gibt es aber noch viel Mehr. Mit der Image-Kampagne unter dem Leit-Motto "binn' mittendrin" will der SHBT (Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V.) den Tourismus im Binnenland stärken und zeigen, was das im Binnenland alles zu bieten hat.

 

Zu den spannenden Geschichten und gelebten Traditionen, die die Menschen im Binnenland erwarten, gehört nun auch die Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg. Eingebunden in die weiteren Sehenswürdigkeiten der Kreisstadt Bad Segeberg ist sie damit ein weiteres interessantes Besuchsziel, um auch die die andere Seite des echten Nordens abseits von Nord- und Ostsee kennenzulernen.

 

Wollspinnerei Blunck nun auch Bestandteil der Image-Kampagne „binn‘ mittendrin“ Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus e.V.
Foto: SHBT_photocompany


21. April 2022

Wichtige Aufgabe der Maschinensanierung stand im Mittelpunkt des letzten Jour-Fixe

Schwerpunkt des letzten Jour-Fixe unter Leitung des Projektmanagers Bernhard Jacobsohn war die Sanierung der Maschinen, die im künftigen Museum von Zeit zu Zeit für Vorführzwecke wieder in Betrieb gehen sollen. Dabei geht es im Wesentlichen um den Krempelwolf, den Krempelsatz II, den Selfactor und die Zwirnmaschine.

 

Im Beisein der stellvertretenden Fördervereinsvorsitzenden von Anne-Katrin John, Schatzmeister Friedrich-Georg Blunck, Architekt Joachim Wegener und Projekt-Botschafter Franz Thönnes erläuterte Florian Pohlmann, Restaurator M.A., aus Potsdam sein Angebot für die Erstellung einer Kostenschätzung. Dies wird eine der wesentlichen Grundlagen für eine weitere Fördermittel-Akquise sein, an der aktuell für den Beginn der zweiten Jahreshälfte gearbeitet wird.

Wichtige Aufgabe der Maschinensanierung stand im Mittelpunkt des letzten Jour-Fixe Wollspinnerei Blunck
Foto: Franz Thönnes


24. März 2022

Jugendbauhütte Lübeck in Bad Segeberg

Zukunft trifft auf Geschichte – 21 Jugendliche aktiv in der Wollspinnerei

Jugendliches Flair zog in der Woche vom 14. - 18. März durch die Mauern der alten Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg. Die Jugendbauhütte Lübeck, unterstützt durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Possehl-Stiftung Lübeck und einem privaten Förderer, waren mit 21 jungen Erwachsenen im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres mit der Spezialisierung „Denkmalpflege“ vor Ort.

 

Gut vorbereitet wurde das Seminar durch den Architekten Joachim Wegener mit Steffen Klein von der Denkmalschutzbehörde des Kreises Segeberg, von der Jugendbauhütte Dr. Ivalu Vesely (Leiterin) und Eric Janssen (Zimmerermeister) sowie dem Metall-Restaurator und -konservator Florian Pohlmann aus Potsdam. Nach einem Stadtrundgang mit dem Fördervereinsvorsitzenden Thomas Krüger, einer erläuternden Betriebsbesichtigung und einer Einführung zu Beginn der Woche, gingen die jungen Menschen dann am Dienstag ans Werk.

 

So reparierte eine Gruppe der TeilnehmerInnen das beschädigte Dach des Kesselhauses. Ein anderer Kreis befasste sich mit der Trennung und fachgerechten Aufbewahrung von gesponnener Wolle aus dem alten Bestand der Spinnerei. Unter Anleitung von Florian Pohlmann bearbeiteten und konservierten weitere „JugendbauhüttlerInnen“ fachgerecht einige gusseiserne Fenster, um diese vor zunehmender Korrosion und Zerfall zu bewahren. Hinzu kam die fachgerechte Einlagerung von funktionsuntüchtiger bzw. unvollständiger Technik. Mit Video- und Audioaufnahmen hielt ein Team die Erinnerungen und das Wissen der Vorstandsmitglieder Anne-Katrin John und Friedrich-Georg Blunck fest. Als Angehörige der Unternehmerfamilie Blunck konnten sie hier so manches aus der Geschichte der Wollspinnerei beitragen.

 

Von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz war Frau Nadine Smukal aus Bonn mit dabei. Sie zeigte sich tief beeindruckt von dem Engagement der jungen Menschen und nannte sie „Botschafterinnen und Botschafter des Denkmalschutzes". „Was hier steht ist sensationell", so ihr Eindruck über das Gesamtensemble der historischen Wollspinnspinnerei und deren Maschinenbestand.

 

Text: Franz Thönnes

Fotos: Beate Jeske

 

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Wollspinnerei Blunck Fensterbearbeiten
Fensterbearbeiten, Foto: Jeske


25. März 2022

Jugendbauhütte Lübeck: VollerEinsatz in der Wollspinnerei Blunck

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Der Artikel aus Basses Blatt vom 25.03.2022 steht Ihnen zum Download zur Verfügung.
Basses Blatt Jugendbauhütte Lübeck Voll
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21. März 2022

Fortgeschrittener Projektstand erübrigt Arbeit des Spinnrats

Der Vorstand des Fördervereins Wollspinnerei Blunck e.V. und die Mitglieder des Spinnrats teilen die Einschätzung, dass derzeit, vor dem Hintergrund des bereits weit fortgeschrittenen Verfahrenstandes, die Einbeziehung eines Fachbeirates in das Projekt nicht mehr notwendig erscheint. Den Mitgliedern des Spinnrats dankt der Vorstand für das in ihn gesetzte Vertrauen und die Beratung, die in den zurückliegenden Monaten erfolgt ist, sowie die guten Wünsche für den Erfolg des Projektes Wollspinnerei Blunck.

 

Nach der in nächster Zeit zu erstellenden Museumskonzeption werden neben dem aktuellen Prozess der Sanierungsplanung die Planungen für die Museumsgestaltung einsetzen. Nach deren gesamter Umsetzung in den nächsten 24 Monaten ist beabsichtigt, das Museum Ostern 2024 mit hauptamtlicher, kompetenter Leitung zu eröffnen. Der Vorstand des Fördervereins sieht für diesen Zeitpunkt, für die weitere Entwicklung des dann bestehenden Museums Wollspinnerei Blunck, wieder eine wissenschaftliche Begleitung vor.